Sarah Alles KlartrÀumer Podcast Transkript

Der perfekte Morgen 

Lange bin ich ohne Routine in den Tag gestartet, bin immer mit einem zu knapp gestellten, grellen Wecker aufgewacht. Ich bin gehetzt dem Tag hinterhergelaufen. Als ich begonnen habe mich dem luziden TrĂ€umen und Schlafhygiene zu beschĂ€ftigen, habe ich rausgefunden: es ist ein komplett anderer Morgen, wenn ich mir in der FrĂŒh zeitnehme. Ein Gamechanger: nicht mit dem Wecker aufstehen. Lieber Schlafhygiene: ungefĂ€hr um die gleiche Uhrzeit immer schlafen gehen und aufstehen. Ich bin meistens vor dem Wecker wach. Ich wache ohne den Wecker auf, so startet der Morgen viel besser. Dann blinsle ich auf die Uhr und checke, ob es eine reale Uhrzeit ist – denn wenn mein Wecker auf einmal 48:95 anzeigt, weiß ich, nein, das hier ist ein Traum, dann kann ich nochmal richtig wilde Abenteuer starten. 

Die Morgenroutine: ich schreibe meinen Traum auf. Denn wenn ich es nicht tue bevor ich ins Bad gehe, ist der Traum weg. Es ist krass, wie viel wir in ein paar Minuten vergessen können. In dem Moment, wo wir SinneseindrĂŒcke wahrnehmen, das sind traumlöschende Faktoren: dann vergessen wir viel. 1. Traum irgendwie merken, auch wenns nur drei Stichpunkte sind. 2. Meine BadezimmertĂŒr ist eine magic door, an der man nur nach 100 SprĂŒngen vorbeikommt. Es mĂŒssen keine hohen SprĂŒnge sein, hauptsache Schwung. Dann spĂŒre ich 10 Sekunden nach und fĂŒhle mich ganz anders: ich bin einfach wach. 3.: drei Sachen, das steht auch in meinem Traumtagebuch drin: einen Menschen, den ich liebe, drei Dinge, fĂŒr die ich dankbar bin, ein Powersatz fĂŒr den Tag, ein Tagesmotto. Ich trinke auch total gerne morgens Matcha Tee. 


Ich hatte lange keinen luziden Traum, obwohl ich die Techniken kenne, wusste wie sie alle heißen. TrĂ€ume aufschreiben: wĂ€hrend ich aufschreibe, kommen neue Details, wie eine Perlenkette. Ich habe lange die Kraft des Traumtagebuchs unterschĂ€tzt. Das darf schnell gehen, 5 Minuten reichen und sie machen so einen krassen Unterschied. 

I: Was ist ein Klartraum / luzider Traum 

B: eines der schönsten GefĂŒhle auf der Welt, die du haben kannst. Es ist ein Traum, in dem du weißt, dass du trĂ€umst. Es ist ein Moment, wo du denkst: Moment, irgendwas ist hier komisch. Das kann man trainieren. Dieses Mindset, kritisches Bewusstsein. Dann realisierst du: ja, krass, es ist ein Traum! Es kommt dir so real vor wie die Welt. Dieser Moment, wenn du es realisierst, dann wirst du klar, oder lucid (lat. Lux). Dann hast du ganz neue Möglichkeiten, deinen Traum fĂŒr dich zu nutzen. In dem Moment ist der PrĂ€frontale Cortex angesprungen, du kannst eine bessere Connection zu deinem Unterbewusstsein haben. Du kannst deine innersten WĂŒnsche leben. Ich wollte immer schon mal den deutschen Filmpreis gewinnen – den hab ich darĂŒber schon paarmal gewonnen. Was fĂŒr ein GefĂŒhl steckt hinter meinen WĂŒnschen und Zielen? Beim deutschen Filmpreis hab ich gemerkt: ich brauch den garnicht. Das konnte ich in meinen luziden TrĂ€umen ausprobieren und vorerleben. Zb wenn Leute Angst haben vor Menschen zu sprechen, mit Spinnenphobien: du kannst quasi trainieren, ausprobieren. Wenn es zu viel wird, kannst du die Welt verĂ€ndern. Es ist ein Wahnsinnssimulator. Die Möglichkeiten sind nur durch dich und dein Gehirn, also garnicht begrenzt. 

Nutzen: AlptraumbewĂ€ltigung, reale Phobien. Wiederkehrende AlptrĂ€ume können total cool sein, weil sie dir dabei helfen, schneller zum Klartraum zu kommen. Das nennt sich „individuelle Traumzeichen“ – du merkst irgendwann, dass sich die Traumzeichen, die Dinge von denen du trĂ€umst wiederholen. Das sind die Momente, in denen du mit Columbo-Mindset erkennen kannst: irgendwas ist hier komisch, das kann ein Traum sein. 

Die Manifestationskraft erhöht sich um ein Vielfaches, dadurch, dass es so real ist und dass du es dadurch mehr in dein Leben ziehst. Wichtig: du musst eine Absicht haben. Du musst dir einen Plan zurechtlegen: in meinem nĂ€chsten luziden Traum will ich xy erleben. Mein nĂ€chstes Ziel: ich möchte mein inneres Kind herbeiholen. Ich habe schon öfter in der Mediation mein inneres Kind getroffen. Ich merke, aber ich mache jetzt eine Übung. Ich will, dass mir mein inneres Kind so real erscheint und vor mir steht, wie jeder andere Mensch auch. 

Wenn du luzide bist, kannst du direkt mit deinem Traum kommunizieren und sagen: lieber Traum, ich möchte jetzt das GefĂŒhl xy erleben. Du kannst Befehle senden, und der Traum zeigt dir was. 


Wie manifestiert sich ein Befehl / Wunsch im Traum? 

Es ist immer DEINE Vorstellung. Es ist von dem abhĂ€ngig, was du erwartest – bei zwei Menschen können völlig verschiedene Vorstellungen entstehen, obwohl sie dasselbe sagen. 

Eine spannende Geschichte: ein Coaching-klient von mir wollte luzides TrĂ€umen lernen. Als er gesagt hat: Harley Davidson, JETZT! War da nur ein kleines, rostiges Moped. Als er am Strand war und gesagt hat: Surfen, JETZT! War da zwar ein Surfbrett, aber es gab keine Wellen. Wir sind draufgekommen, dass das deswegen ist, weil er immer so eine pessimistische Erwartung an das Leben hat: dass er immer weniger bekommt, als er gerne hĂ€tte. Als wir diese Erwartungen in Angriff genommen haben, haben sich auch die TrĂ€ume verĂ€ndert. 

Wer luzid werden will: 1. Traumtagebuch. Wichtiger als dass das detailliert ist und genau stimmt, ist die RegelmĂ€ĂŸigkeit. Sich vornehmen: wirklich jeden Tag. Auch wenn ich mich an nichts erinnere: dann schreib garnichts. Oder wenn es ein unbestimmtes GefĂŒhl ist, dann nichts. Oder mal ein Bild hinein. Oft hat es dann doch irgendwie was damit zu tun. In dem Moment, wo du jeden Tag was reinschreibst, malst, was auch immer, zeigst du deinem Unterbewusstsein: „Oh, meine TrĂ€ume sind mir wichtig.“
2. Sich abends vor dem Schlafen noch bewusst damit verbinden, sich sagen: „Ich erinnere mich an meine TrĂ€ume“. So einschlafen, es wie ein Mantra wiederholen. Dich vielleicht damit verbindest, wovon du trĂ€umen willst – das wirkt sich auch aus, wenn du nicht luzide wirst. 

Genug Schlaf ist wichtig: das meiste trĂ€umen wir am Ende der Nacht. Mit mehr Schlafstunden werden die Traumphasen mehr. Wenn man weniger schlĂ€ft, konzentriert sich der Körper mehr auf die Tiefschlafphase, die körperlicheErholung. Wenn du jede Nacht so wenig schlafen wĂŒrdest, hĂ€ttest du insgesamt weniger TrĂ€ume. 

In deinem luziden Traum kannst du den Placebo-Effekt fĂŒr dich nutzen. Da haben die eine Studie gemacht mit luziden TrĂ€umern, die erkĂ€ltet waren oder Leiden hatten und Sportler. In den luziden TrĂ€umen haben die Sportler ihre Sportart trainiert, sie haben unterschiedliche Aufgaben gekriegt und die haben festgestellt, dass verschiedene Hormone zur Heilung einfach dadurch, dass sie sich vorgestellt haben wie sie genesen, erhöht ausgeschĂŒttet wurden. Spannend: ich wusste, dass das schon durch die pure Vorstellung geht, aber dass ich quasi in meinem Traum auch motorische FĂ€higkeiten trainieren kann, das ist voll abgefahren. 

Am Anfang beginnen luzide TrĂ€umer oft eher mit dem Fun, den sie erleben wollen. Ich bin fortgeschrittener, ich frage auch mal: ok, luzider Traum, bitte zeig mir mal meine dunkle Seite. Es war total spannend: auf einmal war ein Kind mit einem Maschinengewehr. Ich wusste, dass es ein Traum ist und es mir nichts tun kann – trotzdem war es gruselig, als es auf mich gezielt hat. Ich meinte: was ist denn mit dir, warum bist du denn so grimmig, du mit deinem Maschinengewehr? Dann sagte das Kind: ich finde es halt total gemein, wenn ich immer nur zukucken und nicht mitmachen kann. Daran konnte ich mich noch ziemlich klar erinnern am nĂ€chsten Tag. Ich bin mit dem Kind in eine Musicalvorstellung gegangen, sagte, schau, das ist doch alles schön, aber manchmal hat es trotzdem Leute abgeschossen – ich sagte: Gott, lass doch hier die Leute in meinem Traum leben, das war total spannend zu sehen, als ich es am nĂ€chsten Tag aufgeschrieben habe, habe ich gemerkt, dass ich jemand bin, der immer bei allem gerne mitmachen will, das war eine Zeit, das hast du immer wieder als KĂŒnstler oder Schauspieler, da gibt es vielleicht Phasen, wo du jetzt nicht von einem Job zum nĂ€chsten rennst. ExistenzĂ€ngste. Ich hatte das GefĂŒhl: hey, ich darf in der Filmbranche nicht mehr mitmachen. Ich habe ein paar Meditationen gemacht, immer wieder das Kind mit dem Maschinengewehr besucht, gesagt: hey, gib das her, leg doch mal dein Maschinengewehr weg, lass dich mal umarmen, es war eine wichtige Erkenntnis. 

I: Kann jeder luzide trĂ€umen? Warum tun es mittlerweile noch nicht alle? 

Ich glaube, es ist total schwierig, an einer Sache lange festzuhalten, wenn du es nicht wirklich mal erfĂ€hrst. Bei mir war es auch so: ich habe es lange so halb gemacht, hatte nie ein richtiges Erfolgserlebnis. Dann habe ich Daniel getroffen: wir haben viel darĂŒber geredet, ich habe mich viel damit beschĂ€ftigt, und schließlich hatte ich meinen ersten luziden Traum: ich konnte zaubern, habe fĂŒr alle meine Freunde Schokotörtchen hergezaubert. Meine Freunde im Traum fragten: wie machst du das? Ich sagte: das ist mein Traum, versteh es doch! Der Freund meinte: ach Quatsch, zauber lieber weiter Schokotörtchen. Dieses Erfolgserlebnis, ich wusste: DAS ist das GefĂŒhl! Wenn du nur darĂŒber lernst und vielleicht nicht so schnell das Erfolgserlebnis hast, denkst du vielleicht schnell: ach, die sind doch eh alle verrĂŒckt, das ist aufwĂ€ndig, ich mach nicht mehr weiter. Deshalb: bleib dran, bis du es das erste mal erlebt hast.
Es ist auch einfach nicht bekannt. Die Leute wissen auch nicht, wie sehr es sich lohnt das wirklich zu erleben. 

Buddhistische Mönche sehen luzides TrĂ€umen als Vorbereitung auf den Tod 

Es kann jeder lernen, der trĂ€umt und bereit ist, sich auf die Suche zu begeben. 

I: Verschiedene Techniken wie 

Erstens: das kritische Bewusstsein trainieren, jeden Tag. Das ist wie eine AchtsamkeitsĂŒbung, wo du total im Hier und Jetzt bist. Das kritische Bewusstsein so trainieren, als wĂ€rst du Columbo, der einen Fall löst. Es ist nĂ€mlich so, dass unser Gehirn manchmal nicht ganz damit klarkommt, die Sachen ganz detailliert zu erschaffen. Das heißt: Uhren die auf einmal komische Uhrzeiten anzeigen. Das ist ein sogenannter Reality-Check: das beruht darauf, dass wir manchmal die RealitĂ€t nicht so ganz darstellen können. Es sind gewisse Bereiche im Gehirn im Traum nicht so aktiv. Die werden erst dann aktiv, wenn du im Traum bewusst wirst. Das ist Trainingssache. Wenn du das kritische Bewusstsein tagsĂŒber trainierst, meine Methode: immer wenn mich etwas emotional erregt, mache ich einen Reality-check. Immer, wenn ich sauer werde oder fröhlich, mache ich einen Reality-Check. Es gibt viele verschiedene: sie beruhen alle darauf, dass Details nicht so richtig funktionieren. Du kannst zum Beispiel probieren, einen Satz oder irgendwas zu lesen, meistens funktioniert im Traum schon das nicht mehr so richtig, wenn du das lesen kannst, kuckst du kurz weg, kuckst nochmal hin und probierst es nochmal zu lesen. Das ist eine Sache, die machst du im Alltag.
Der bekannteste: deine HĂ€nde ankucken. Wie sehen die aus? Habe ich auch wirklich 5 Finger? Dann drehst du vielleicht die Hand um – drehst sie wieder hin – sind es immer noch 5 Finger? Sind da auch diese Linien? Die HĂ€nde von anderen Menschen im Traum – haben die vielleicht, 6, 7 Finger? Auf HĂ€nde, auf Buchstaben, auf Uhren achten.
Wenn ich hinausgehe, aus der TĂŒr, mache ich einen kleinen Jump. Wenn es ein Traum ist, dann kann ich meistens extrem abheben, wie ein Mini-fliegen. 

Es ist eine Gewohnheit: du machst es 10, 12 mal am Tag, irgendwann ist es so in dir drin, dass du die Gewohnheit automatisch in deinem Traum machst. Besonders dann, wenn dir etwas schon eh komisch vorkommt. 

Lieblingstechnik? 

Die Nase zuhalten und versuchen, durch die Nase zu atmen. Es funktioniert nicht? Ich bin wach. Es ist das coolste GefĂŒhl im Traum, wenn du die Nase zuhĂ€ltst und die Luft durchfließt. DarĂŒber bin ich auch schon mal in einem coolen luziden Traum gelandet: ich war auf einem Strand und dachte: aha, wenn ich mir die Nase zuhalte und atme, dann kann ich bestimmt auch unter Wasser atmen. Das war so eine Idee, die ich hatte. Das was du erwartest, passiert in den TrĂ€umen oft auch – das war ein richtig cooler Tauchgang, weil ich durch die Unterwasserwelt spazieren und atmen konnte. 

Spiegel: in den Spiegel kucken wir ja alle. Du kannst sagen: fĂŒr die nĂ€chsten 4 Wochen lasse ich diesen kritischen Spiegelblick auf mich selbst weg und checke nicht, ok, ist das hier eine Falte, ein Pickel, sondern: erstens, ich kann mich anschauen. Im Traum sehen wir dann oft lustig, verformt aus. Da strugglet das Unterbewusstsein, das exakt nachzubauen. Zweitens, du kannst mit dem Finger antasten, ob du durchgehen kannst. Du kannst durch den Spiegel durch, ganz wichtig, vorher dir schon visualisieren, wo du landen willst wenn du durchgehst. Das klappt bei mir auch sehr gut. 

Wie oft kann man klartrĂ€umen? Erhole ich mich wĂ€hrend dem Klartraum? 

KlartrĂ€umen funktioniert nur in der Phase, in der wir sowieso trĂ€umen. Es gibt verschiedene Schlafphasen: Leichtschlaf, Tiefschlag, REM-Phasen – das ist die Haupttraumphase, in Bildern und Geschichten. Es ist kein großer Unterschied, ob du normal trĂ€umst oder luzid trĂ€umst – und warum nicht deine TrĂ€ume fĂŒr dich nutzen? Die körperliche Erholung findet ja im Tiefschlaf statt, den hast du trotzdem. Da wird nichts fĂŒr die TrĂ€ume abgeknapst, nur weil du luzid trĂ€umst. Die psychische Erholung, das verarbeiten von Information ist sogar noch stĂ€rker wenn du bewusst bist, weil du den Widrigkeiten anders begegnest. Viele Menschen, die aus einem Alptraum einen luziden Traum machen konnten, hatten den auf einmal nicht mehr, weil unser Gehirn ist so aufgebaut, dass wir gerne unsere Probleme des Lebens lösen wollen. Deshalb bauen wir auch ganz oft Situationen nach, Ă€hnliche Probleme tauchen immer und immer wieder in unserem Leben auf. So ist auch ein Alptraum, den wir nicht aufgelöst haben, wo wir die Erfahrung nicht integriert haben, der kommt immer und immer wieder. In dem Moment, wo ich den auflöse und luzid werde, wenn du das Monster, das dich jagst, fragst: warum machst du denn das, und das Monster sagt: Ă€h, ahso, ich wollte dich eigentlich nur mal in Arm nehmen, kannst du das auflösen und das geht dann vorbei. Du trainierst sehr viele Sachen, um luzid zu trĂ€umen. Ich mache das nebenbei: ich kann nicht 5 Stunden meditieren, ich habe einen Job und eine Familie. Daher klappt das auch nicht jeden Tag. Viele luzide TrĂ€ume sind nicht schĂ€dlich.
Es ist auch so: wenn du es garnicht mehr trainierst, dann wirst du wahrscheinlich auch keine luziden TrĂ€ume haben. Es ist wie im Fitness-studio: wenn du trainierst, ist der Bizeps stramm, wenn nicht, wird er wieder schlapp – deine Entscheidung, so ist es auch im luziden TrĂ€umen. 

Traumdeutung 

Ich war mal in einem Ayurveda-Retreat in Sri Lanka, das war kurz nachdem ich den Durchbruch hatte beim luziden TrĂ€umen. Da war ein Typ, der von Beruf Traumdeuter war. Ich habe das kritisch beobachtet, ich dachte: man kann nicht x auf y zurĂŒckfĂŒhren, wenn du von einem Tiger trĂ€umst, hat dich dein Vater einmal geohrfeigt. Von sowas halte ich prinzipiell nicht viel. Aber er hat etwas Spannendes gesagt: er meinte, nein, das ist totaler Quatsch. Er meinte: es gibt bestimmte Symbole, die fĂŒr viele Menschen eine Ă€hnliche Bedeutung haben, deshalb funktioniert das manchmal. Alles was du trĂ€umst, das sind Anteile von dir. Wenn du einen Traum hast, den du selber deuten willst, frag dich: was heißt das fĂŒr mich? 

Vor der Geburt meines Sohnes habe ich öfter getrĂ€umt, dass schon die Geburt ist, und dass das Kind aber stirbt. Wahrscheinlich ist das eine Angst, die man eben hat. Dann habe ich es fĂŒr mich gedeutet: was heißt es fĂŒr mich, dieses Kind, was symbolisiert so ein kleines niedliches Kind fĂŒr mich? FĂŒr mich heißt es Unschuld, NaivitĂ€t, sich um Nichts sorgen zu machen. Dann bin ich draufgekommen, dass ich vielleicht auch ein bisschen Angst davor habe: oh, jetzt werde ich bald Mutter sein, muss vernĂŒnftig sein (was ĂŒberhaupt nicht so ist – ich kann so schön albern mit meinem Sohn spielen, es ist ganz phantastisch), aber das wusste ich da alles noch nicht. Ich hab es fĂŒr mich so gedeutet: ich habe davor Angst, mein eigenes unbeschwertes Leben zu verlieren. Als ich es verstanden hab, konnte ich auch gegen diese Angst arbeiten. Du kannst sagen: okay, was symbolisiert diese Sache fĂŒr mich? Bleiben wir bei dem Beispiel Tiger: was bedeutet ein Tiger fĂŒr dich? Gefahr? Anmut? StĂ€rke? Was passiert mit dem Tiger – wird er gejagt, erschossen? Dann könnte es heißen, du fĂŒhlst dich im Moment nicht in deiner vollen Kraft, wenn Tiger fĂŒr dich Kraft bedeutet. Ein anderer, fĂŒr den Tiger Angst bedeutet, fĂŒr den kann es heißen, er hat seine grĂ¶ĂŸte Angst besiegt. Es kann auch ein Befreiungsschlag sein. Was bedeutet das fĂŒr mich, wie könnte es in mein Leben integriert sein? 

Schlafparalyse: Tipps

Viele wissen garnicht: es ist ganz wunderbar, dass es die gibt. Wenn die Schlafparalyse nicht richtig funktioniert, schlafwandeln wir oder machen verrĂŒckte Sachen. Schlafparalyse ist dafĂŒr da, dass du gechillt in deinem Bett liegen kannst, wĂ€hrend du im Traum Sachen erlebst. Es ist eine super wichtige Sache. Diese Angst vor der Schlafparalyse geht ganz weit zurĂŒck: tatsĂ€chlich kommt auch das Wort Alptraum von der Schlafparalyse, die Leute damals haben nĂ€mlich die Schlafparalyse so erlebt: ich kann mich nicht bewegen, sie wussten nicht: ok, mein Körper macht den Schutzmechanismus, mein Körper schlĂ€ft, mein Geist ist wach, sie dachten: Da sitzt jemand auf mir drauf, ein Monster, das schnĂŒrt mir die Luft ab, lĂ€sst mich nicht bewegen. Das Monster, das haben sie „das Alp“ genannt. Daher kam dann auch das Wort „Alptraum“. Wenn du das hast, ist es ein tolles Zeichen – entweder dein Körper ist schon so entspannt, weil du schon am Einschlafen bist, dann kannst du es einfach nutzen und sagen: wow, kuck, cool wie entspannt mein Körper schon ist, ich geh vielleicht dem Geist hinterher. Wenn du aber die Paralyse gerade nicht gebrauchen kannst, kuckst du: wie ist gerade mein Atem? Meistens ist der sehr tief, ruhig, gleichmĂ€ĂŸig. Dann verĂ€nderst du den. Den kannst du meistens immer noch steuern auch trotz Paralyse – weil, den sollst du ja immer steuern können. Du beschleunigst einfach nur deinen Atem und sagst: ok, ich will jetzt schneller atmen, probierst mit deiner Hand: kann ich die schon hochheben, kann ich den Finger hochheben, so kommst du da raus. Wenn dein Atem gerade ganz schnell ist, weil du Panik schiebst, dann den Rhythmus verĂ€ndern. Wenn er langsam ist, schneller, wenn er schnell ist, langsamer. Damit sagst du: hallo, liebes Gehirn, ich bin wieder bereit, meinen Körper zu ĂŒbernehmen und kannst auch so Befehle senden: hey, ich will jetzt wach werden, ich will meinen Körper wieder beherrschen, so kommst du aus der Schlafparalyse raus. 

Wie bereitest du dich aufs Schlafengehen vor? 

Dont: blaues Licht vermeiden. Computer, Fernseher, Handy – das eine Stunde vor dem Schlafen vermeiden, und wenn, dann eine blue-light-blocker-Brille. Viel besser ist natĂŒrlich garnicht. Du sagst so deinem Organismus: es ist noch Tag, ich will noch wach bleiben, Melatonin, Schlafhormon wird nicht so richtig ausgeschĂŒttet. Du bleibst lĂ€nger wach, es dauert beim Schlafen lĂ€nger, bis du in den erholsamen Tiefschlaf kommst. Es ist schwer umzusetzen. 

Einschlafroutine: es heißt sowas wie „Trauminkubation“ Inkubation = AusbrĂŒten: eine Technik, wie du bewusst steuern kannst worĂŒber deine TrĂ€ume handeln werden. Ich trĂ€ume total gerne von Urlaubsorten und StrĂ€nden. Im Einschlafen schon mir so nochmal vorstellen: wo war der letzte schöne Urlaub, wie war das so, mit allen Sinnen wahrnehmen.
dont: mich Abends nicht mit Sachen beschĂ€ftigen, die mich total Ă€rgern oder aufregen. So emails, Aktien, abends nicht checken. Keine aufregenden Sachen, in dem Moment sagst du deinem Körper: es ist nicht sicher, jetzt schlafen zu gehen. Es ist jetzt fight-flight-Überlebensmodus. Meistens noch eine Meditation, ein bisschen Yoga. Abends Sportmachen, den Organismus richtig hochfahren ist auch nicht so gut, nicht unbedingt schlafförderlich. 

Online-Kurs 

Viel zum Thema Schlaf: wie kann ich ihn optimieren, was kann ich tun, damit ich besser schlafe, wie kann ich meine Traumerinnerung verbessern, was kann ich ĂŒberhaupt mit den TrĂ€umen machen, du hattest auch Schattenarbeit angesprochen, es wird gemeinsame Mediation geben, ein paar Impulse fĂŒrs Leben. Die Absicht ist wichtig: wenn ich was mache, ist es immer gut zu wissen – warum mache ich das ĂŒberhaupt? Ganz oft sind so Techniken die dir helfen luzide TrĂ€ume zu erlernen auch coole Techniken, um andere Ziele zu erreichen. Was ist ĂŒberhaupt meine Absicht dahinter, wenn ich irgendein Ziel erreichen will? Wir haben fĂŒr verschiedene Sessions auch jede Woche einen Special-guest eingeladen: einmal wen zum Thema Schlafoptimierung, Traumdeutung, Hypnose. Es gibt so viele Techniken und AbkĂŒrzungen – uns war es wichtig, dass du diesen Kurs machen kannst und trotzdem nicht 100% deine Zeit da draufgeht. Die Videos kannst du dir zu deinen Zeiten ankucken, die sind zwischen 5 und 10 Minuten kurz, dann gibt es Freitag und Samstag die aufgezeichneten Life-Sessions, die du ankucken kannst. Das Columbo-mindset, die reality-checks, die kannst du nebenbei machen, die helfen dir, nicht nur in deinen TrĂ€umen, sondern auch im realen Leben achtsamer und bewusster zu werden. Wir werden auch hin und wieder Impulse geben, denen du nachgehen kannst. Wo ist dein Fokus, worauf hast du Lust? Columbo, der Reality-check mit der Nase? Nimm dir eine Sache, auf die du Lust hast – probier das eine Weile, bleib da dran, nicht gleich alles auf einmal. Wenn du damit nicht zum Erfolg kommst, dann nimm eine andere Sache – wie auch im Leben. Aber bleib einfach dran an deinem Ziel. 

Was ist eure Erfolgsquote? 

Wir haben mit den Life-Workshops angefangen, die waren immer nur ein Tag. Da haben wir viele Impulse gegeben, aber es hing dann von den Leuten selbst ab, wie sehr sie das dann weitergemacht haben. Da waren wir unzufrieden: die Quote war so 50 – 50. Corona hat uns in die Karten gespielt: ne, wir machen das jetzt nicht mehr mit Gewalt an einem Tag, sondern wir teilen das in essbare HĂ€ppchen, es geht ĂŒber einen Zeitraum. Das hat eine hohe Kraft. Die Menschen, denen es wirklich wichtig ist – dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch. 

Die Erwartungshaltung: ganz oft bekommen wir das, was wir erwarten. 

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Podcast Transskript Anna Zimmermann - holisticbizguide

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Sophie Sollmann